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Wir leben heute in einer Zeit, in der wir mit einer Epidemie seelischen Leidens konfrontiert sind. Das tatsächliche Ausmaß der Not lässt sich aufgrund der Statistiken über die Zunahme der Süchte, Angstkrankheiten, Depressionen und Suizidhandlungen nur erahnen. Wer seelsorgerlich tätig ist, entdeckt sehr bald, dass auch unter Christen das ganze Spektrum psychischer und psychosomatischer Störungen anzutreffen ist. Und doch sind nur wenige bereit und befähigt, sich diesen Mühseligen und Beladenen in Liebe und Wahrheit zuzuwenden und wirksame Hilfe anzubieten. Trotz des so offensichtlichen Mangels scheinen viele Christen zu fragen: "Soll ich meines Bruders Hüter sein?". Dabei ist diese Frage von der Heiligen Schrift her längst beantwortet. Paulus sagt: "Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen!" (Gal. 6,2). An diesem Wort kommt keiner vorbei, der es mit dem Christ sein ernst nimmt. Es ist die Frage der Kompetenz, die heute vielen Brüdern und Schwestern Not macht und sie nicht selten davon abhält, dem klaren Auftrag zur Seelsorge nachzukommen. |
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Warum nicht Psychotherapie?Mit der Frage nach der Kompetenz ist aufs engste auch die Frage nach der Methodik verbunden. Viele stehen in der Gefahr, Zuflucht zu den "bewährten" Methoden der weltlichen Psychotherapie verschiedenster Prägungen zu nehmen. Oder sie lehnen sich an Seelsorge-Konzepte an, die angeblich biblisch sind, in Wirklichkeit aber nur eine mit biblischer Begrifflichkeit arbeitende Psychotechnik darstellen. Eine andere "Lösung" scheint für viele darin zu liegen, dass man den Ratsuchenden an (in der Regel ungläubige) Fachleute, nämlich Psychiater, Psychologen, Psychotherapeuten etc. verweist. Beide Versuche gehen aber letztlich an der Not des anderen vorbei, ja können sogar geeignet sein, ihn von dem Ziel, das Gott mit ihm verfolgt, weiter wegzubringen. Eine ausführliche Antwort auf die Frage "Warum nicht Psychotherapie?" finden Sie in dem Buch "Was hilft wirklich? Biblische Seelsorge contra Psychotherapie" (Antholzer/Schirrmacher), siehe unter Punkt "Literatur". |
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Stand: 01.08.2010
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